Katharina

Vorname / Zuname ?

Katharina M.

Alter / Jahrgang ?

Wettbewerbskategorie Ü 30 A ;-)

Geboren / wo ?

Hannover

Sternzeichen ?

Widder

Staatsangehörigkeit ?

Deutsch

Seit wann in Berlin / wo vorher ?

1991-1997 und seit 2001 in Berlin, davor/dazwischen und immer mal wieder in Wiesbaden, Còrdoba (Argentinien), Neuss, Celle, Lübeck, Stendal, Marburg, Oldenburg…

Beruf ?

Diplomierte Verstellungskünstlerin auf Abwegen

Zum Thema: Single / Familie / Kinder ?

Sind wir nicht alle eine große Familie und noch größere Kinder?

Hast Du noch andere Freizeitinteressen ?

Zum Glück Ja! Was täte man sonst im Sommer? – Reisen, Sprachen (Polnisch, Spanisch, Rumänisch und alle anderen später), Fahrradtouren, Reiten, Tango Argentino, Theater, Akkordeon und – seit Neuestem zur Ergänzung des Eislaufens – Tanz jeglicher Art

Du bist Vereinsmitglied im.... ?

Im SCC seit 2004

Dein sportlicher Werdegang: Prüfungen, Wettbewerbe, Erfolge ?

Prüfungen: Kürklassen 8+7 zwecks Erwerb der Übungsleiterlizenz Wettbewerbe: bisher regelmäßige Teilnahme an den SCC-Clubmeisterschaften, dem Deutschlandpokal in Grimma und dem SCC-Pokal in Berlin Erfolge: Jede ohne Nervenzusammenbruch durchlaufene Kür

Welche Sparte (Eistanz / Einzel / Paarlauf / Free Style / Synchron) läufst Du und warum keine andere ?

Einzellauf – Bin gerne unabhängig. FreeStyle und Show könnte ich mir also auch vorstellen

Seit wann machst Du Eiskunstlaufen ?

Sofern es schon etwas mit "Kunst" zu tun hat seit 2004, hatte aber als Kind auch schon mal Kufen unter den Füßen

Wodurch ausgelöst ?

Ganz konkret: Durch das Erspähen von Petra S. in SCC-Jacke auf dem Eis während einer öffentlichen Laufzeit im Erika-Hess-Stadion. Sonst wäre ich vielleicht nie darauf gekommen, dass man dem Grundschulalter entwachsen noch Eislaufen lernen kann.

Was begeistert Dich am aktiven Eiskunstlaufen ?

Die Kombination aus künstlerischem Ausdruck und sportlicher Herausforderung

Gibt es auch Umstände die Dich bei diesem Sport nerven ?

Na klar! Eis ist widerlich hart und rutschig und Kufen sind furchtbar schmal!

Ein eislauftechnisches Erfolgserlebnis woran Du Dich gerne erinnerst ?

a) Alle noch so kleinen Verbesserungen sind Erfolgserlebnisse, an die ich mich dringendst erinnern muss, wenn mal wieder gar nichts geht. b) Dass ich nach meiner ersten Clubmeisterschaftskür, bei der mir so die Knie gezittert haben, dass ich vor jedem zurückzulegenden Meter Eis Todesängste ausgestanden habe, den Sport nicht an den Nagel gehängt habe und weiterhin durch Wettbewerbe mein Nervenkostüm trainiere.

Ein Missgeschick (lustig / traurig / schmerzlich) auf dem Eis, was am besten nicht passiert wäre ?

siehe Antwort b) Auch Missgeschicke können nützlich sein, nach dem Motto "Jetzt erst recht!" und… Dass ich nach meiner ersten Clubmeisterschaftskür, bei der mir so die Knie gezittert haben, dass ich vor jedem zurückzulegenden Meter Eis Todesängste ausgestanden habe, den Sport nicht an den Nagel gehängt habe und weiterhin durch Wettbewerbe mein Nervenkostüm trainiere.

Dein durchschnittlicher Trainingsaufwand pro Woche / auch Trockentraining ?

im Winter 5-6 Stunden, im Sommer rund 1x die Woche

Welches Eislaufelement gefällt Dir besonders gut ? Kannst Du bzw. noch nicht ?

Salchow + Flip übe ich mit Begeisterung UND Erfolg – Der Walley begeistert mich, allerdings bisher ohne Erfolg

Welches Eislaufelement trainierst Du im Augenblick besonders intensiv ?

Rein theoretisch sollten Kombinations- und Wechselpirouetten ganz oben auf dem Trainingsplan stehen, rein praktisch beschäftige ich mich am meisten mit den Dingen, die mir mehr liegen

Ein Aha-Erlebnis und eine Erfahrung im Training, die ich gerne teilen möchtest, weil sie vielleicht Anderen hilfreich ist ?

Leider, leider, leider – nur Geduld und Ausdauer führen zum Erfolg.

Was möchtest Du auf jeden Fall noch erreichen / gibt es Grenzen im Sport für Dich ?

Die Grenzen nach oben werden für mich immer offen bleiben, was ja auch ein Ansporn ist. Und – da gibt es doch noch diesen Walley…

Nach welcher Musik läufst Du am liebsten / möchtest Du einmal laufen ?

Ich muß mich beherrschen, nicht jedes Jahr zu Elektro-Tango zu laufen. Aber alle vier Jahre dürfte das erlaubt sein, oder?

Welche/r Eisläufer/in inspiriert Dich besonders und warum ?

Clemens Brummer! Weil ich dem unterstellen würde, dass sein künstlerischer Ausdruck nicht vom Geschick des Choreographen abhängt.

Gibt es eine gesehene Kür, die Dich nachhaltig beeindruckt hat ?

Nicht nur eine: Bei Clemens Brummer – da fand ich bisher jede Kür und jedes Kurzprogramm inspirierend. Daneben schafft es natürlich jemand wie Stéphane Lambiel immer wieder, Kunst statt purem Sport aufs Eis zu bringen. Und die spektakuläre und anrührende Kür (2008) von Birgit Aust und Joachim Faßbender hat mich auch nachhaltig beeindruckt.

Gibt es ein Kür / Free skate / Spotlight an der Du im Augenblick arbeitest ?

Die Musikentscheidung ist gefallen. Geschnitten und gebrannt ist sie auch. Ein paar Bewegungsideen sind gesammelt. Wenn ich weiß, welche Elemente bis Ende Februar nächsten Jahres in greifbare Nähe rücken, lege ich los…

Welche Musikauswahl hast Du getroffen / Warum diese / Was möchtest Du damit zeigen ?

Dein Kürkostüm ? Wie bist Du dazu gekommen 

Meinem Prinzip treu bleibend, von Saison zu Saison ein fröhlich-buntes Programm mit einem strengeren-schwereren abzuwechseln, darf ich endlich wieder zu Elektro-Tango laufen. Eine Kürmusik sollte mich vom ersten Hören an zu Bewegung animieren, meine Phantasie wecken und mir so gut gefallen, dass ich einen ganzen Winter damit verbringen kann, sie täglich mehrmals zu hören. Das Kostüm ist bereits klar, wird aber natürlich noch nicht verraten.

Welche Herausforderung stellen sich Dir dabei besonders ? (Tempo, Sprünge, Schritte) ?

Die Herausforderung wird wie jedes Mal sein, neben der Fülle der vorgeschriebenen Elemente noch Raum für Interpretation und Originalität zu finden. Und dann wären da noch diese Pirouetten…

Was ist für Dich bei Wettbewerben wichtig ?

Mit heilen Nerven und Knochen herauszukommen und möglichst nicht unter dem Trainingsstand zu laufen.

Gibt es ein bestimmtes Ritual, einen Glücksbringer oder einen bestimmten Ablauf, der für Dich vorher wichtig ist ?

Seit letzter Saison wird vorher ein Schweinchen geknutscht ;-) (Geschenk einer Trainerin und Freundin) – Für Hinterher ist mir ein geselliges Beisammensein mit anderen Wettbewerbsteilnehmern gaaaaaaaaanz wichtig.

Dein nächstes Ziel im Eissport ist ?

Eine Kür nicht nur während des Kreierens, sondern auch während des Laufens in Wettbewerben genießen zu können!

Eine Eislauffee erfüllt Dir 3 Wünsche ! Welche sind es ?

1. Eine Kür nicht nur während des Kreierens, sondern auch während des Laufens in Wettbewerben genießen zu können!

2. Die eislauftechnischen Fähigkeiten, eine Kür auch so umsetzen zu können, wie ich sie mir ausdenke

3. Die gesundheitlichen Voraussetzungen, die oben genannten Wünsche notfalls auch ohne Fee bis zum 100. Lebensjahr selbständig zu erreichen.

Dein Ausruf / eine Ermunterung / eine Botschaft von Dir an alle Eislauf - Breitensportler ist ?

Der Weg ist das Ziel!

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Hier kannst du deinem Herzen Luft machen und konstruktive Kritik üben. Schreibe - was Dich zum Thema Eiskunstlauf - Breitensport bewegt und was für Dich verbesserungswürdig.
Deine öffentliche Meinung ist wichtig und hilft Bewußtsein zu verändern !

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*Interview vom 26.08.2008

Nachgefragt :

1. Was begeistert Dich am "Argentinischen Tango"? An der Musik und am Tanz?

Alle Angaben ohne Gewähr, aber ich würde die Musik des Argentinischen Tango als eine solche beschreiben, die berührt, in einen hineinkriecht und einen nährt. Sie reißt mich mit aber nicht von mir fort. Mit dem Tanz ist es ähnlich, natürlich je nach Stil und Partner. Und ich kenne keinen Tanz, indem die Verbindung zum Partner so intensiv ist/sein kann ;-)

Auch wenn es für manch eingefleischten Tangomaniac ketzerisch klingt - am "bewegungsfreundlichsten" ist für mich meist Elektrotango, aber vielleicht habe ich die sogenannten klassischen Stücke einfach auch schon zu oft gehört.

2. Arbeitest Du bei der Entstehung zu Deinem Kürprogramm auch mit anderen Trainern zusammen ? Wann ist eine Kür für Dich fertig, wenn Du allein die Choreografie entwickelst ?

Nein, ich arbeite meine Kürprogramme alleine und bin zum Leidwesen mancher Trainer noch dazu relativ beratungsresistent, gucke aber natürlich bei Hinz und Kunz ab, wenn mir etwas gefällt, wozu ich körperlich in der Lage bin und bin Anregungen anderer grundsätzlich nicht komplett abgeneigt.

Eine Kür ist für mich dann "fertig", wenn keine Zeit mehr für Veränderungen bleibt, weil der erste Wettbewerb ansteht, wenn ich halbwegs alle technischen Elemente untergebracht habe, das Programm dann irgendwann mit der Musik auch zeitlich übereinstimmt und ich durch den Ablauf komme. Das Fertigstellen ist jedesmal frustrierend, weil immer Vorhaben und Ideen auf der Strecke bleiben, durch eigenes Unvermögen, zeitliche Begrenzung und andere praktische Erwägungen. Dann kann man sich von der eigenen Arbeit verabschieden und sich auf die nächste freuen...

 

3. Wie entstand der Wunsch einen Lizenzschein zu machen? Gibt es eine Zielgruppe für Dich als Trainerin und/oder Schwerpunkte im Eislauf-Trainingsbereich?

Ganz ehrlich gesagt, hatte ich erst die Absicht, eine Lizenz zu machen, als ich sie schon fast in der Tasche hatte. Bei ausschließlicher Trainingsmöglichkeit im Winter, schien es mir verlockend, den Übungsleiterlehrgang im Sommer mit 4 vollen Wochenenden auf dem Eis mitzumachen, und während ich so dabei war und die ersten Stunden beim Clubtraining auf dem Eis war fing es an, großen Spaß zu machen und interessiert mich von Trainingseinheit zu Trainingseinheit mehr.

Zielgruppe würde ich es nicht nennen. Mir sind sämtliche Hobbyläufer zwischen 4 und 104 willkommen, die ehrliches Interesse haben.

Weil es mir selber so wichtig ist, lege ich bei allen Trainingsteilnehmern sowie diese sich halbwegs auf den Kufen halten können und über die grundlegendsten Mittel verfügen, ebenfalls großen Wert auf einen eigenen kreativen Umgang mit diesem Sport.

 

4. Für viele Breitensportler ist der ISU - Wettbewerb in Oberstdorf mit internationaler Beteiligung eine Herausforderung. Ist Oberstdorf für Dich ein Thema? Wie wichtig ist Dir eine gute Platzierung bei Wettbewerben ?

Ein Thema ist Oberstdorf schon. Bisher bin ich dort nie gestartet, weil die Länge der Kürmusik mit den verkehrstechnisch leichter zu erreichenden Wettbewerben nicht kompatibel ist und ich nie die Zeit und die Nerven hatte, noch ein zweites Programm zu arbeiten. Außerdem ist so ein Wettbewerb mit Startgebühr, Anreise, Unterkunft ein teurer Spaß und - soviel zur zweiten Frage - ich bin froh, wenn ich nicht Letzte werde und laufe hauptsächlich, um die viele Arbeit an einem Programm durch einen Wettbewerbstermin zu rechtfertigen. Wesentlich wichtiger als die Plazierung, die ja auch immer von der eigenen Tagesform, vom Feld der Mitstreiter oder dem Geschmack der Preisrichter abhängt, ist es mir, wirklich eine Kür so zeigen zu können, wie sie nach dem aktuellen Trainingsstand nunmal ist und nicht durch zittrige Knie alles zu verderben.

5. Schaust Du Dir Eiskunstlauf EM und WM live oder im TV an. Gibt es Lieblingswettbewerbe?

Wann immer ich Zeit habe - ohne gänzlich auf Schlaf zu verzichten - schaue ich mir alles an, was es irgendwie im Bereich Eiskunstlauf zu sehen gibt, ob das die Olympischen Winterspiele sind oder der Kleine Berliner Bär. Auch ohne Dreifachsprünge hat mich schon manche Kür einer Achtjährigen mehr überzeugt, als die ehemaliger Europameister.

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SCC-Pokal 2010