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09. Deutschlandpokal in Grimma

Beitrag vom 09.04.2009 :
Beim 9. Deutschlandpokal für Hobbyläufer/innen war ich nun zum 2. Mal
dabei - als Teilnehmerin im Eistanz und als Trainerin. Ich habe mir
alle Wettbewerbe am Samstag angesehen und musste dann am Sonntag
mittags zurück nach Berlin, so dass ich leider unsere Berliner
Formation verpasst habe.
Da ich in meiner Kindheit ja schon sehr viele Wettbewerbe erlebt habe,
bin ich nicht wirklich ein Wettbewerbsfreak. Aber es hat mir sehr gut
in Grimma gefallen. Unsere Berliner Truppe war klasse, meine Schüler/innen haben mein Trainerinnenherz höher schlagen lassen und die Stimmung rundum war sehr offen und nett. Es war ein fröhliches
Miteinander und die paar Fragezeichen über die eine oder andere Wertung wurden mit einem Achselzucken weggewischt. Das gibt's schließlich bei jedem Wettbewerb.
Am Start waren aus Berlin neben Team Berlin Adult, 2 Eistanzpaare, ein
Paarlaufpaar und 9 Einzelläufer/innen mit 1-2 Programmen.
Von Sportler/innen aus Finnland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich sowie von 9 Deutschen Landesverbänden wurden viele abwechslungsreiche Programme gezeigt. Wunderschönes Eislaufen sah man u.a. bei den Damen A, wo 3 Berliner/innen am Start waren. Wie gut,
dass in Grimma auch so junge Sportlerinnen wie Vivian Mai und Stefanie
Kühne an den Start gehen können. Mario Manns hat seinen Siegeszug in
der Herren Kür fortgesetzt und nun zum 9. Mal den Titel gewonnen. In den Ergebnislisten sind natürlich noch mehr Medaillen für Berlin zu
finden, die ich hier nicht alle erwähnen will. Ich würde mir
allerdings kürzere Programme und weniger geforderte Elemente wünschen.
3 Minuten waren häufig selbst bei gelungenen Programmen zu lang. Man
sollte aufhören, wenn's am schönsten ist. Dann macht das Zuschauen
noch mehr Spaß. Es scheint mir auch Sinn zu machen, die Ausschreibungen der Erwachsenen-Wettbewerbe anzugleichen, damit vor
allem in den Kürprogrammen nicht ständig umgebaut werden muss, sondern
ein sinnvolles Training von Wettbewerb zu Wettbewerb stattfinden kann.
Bei den Showprogrammen begann eine wahre Materialschlacht. Diverse
Kostüm- und Requisitenlager wurden im Vorfeld exzessiv geplündert und
ein kunterbuntes Potpourri an Programmen wurde geboten. Im nächsten
Jahr gibt es wahrscheinlich noch die Kategorie "Interpretation", u.a.
weil die Berliner/innen sich weniger intensiv mit Requisiten
beschäftigt haben. Das wäre eine schöne Ergänzung.
Sehr schade fand ich das Abschneiden von Miggi und Bilge beim Show-
Duo. Sie waren zwei so tolle Erscheinungen auf dem Eis und auch wenn
es hier und da ein wenig hakte, war ihr Unterhaltungswert sehr hoch im
Vergleich zu anderen Duos. In traumhaften Kostümen zeigten sie
wunderbaren Damenpaarlauf - dafür gibt es allerdings keine Kategorie
im ISU Erwachsenensport. Vielleicht entwickelt sich hier ja auch noch
was.
Und nu das Beste zum Schluss: Die Skaterparty! In der Kulturscheune
des Klosterhotels Nimbschen in malerischer Umgebung wurde nach der
Siegerehrung wild nach Oldies getanzt. Schön auch mitzuerleben, wie sehr sich Veranstalter/innen, Organisator/innen und Preisrichter/
innen, die den ganzen Wettbewerb gut im Griff hatten, abends ausgelassen amüsierten. Das war ein wunderbarer Ausgleich für das stundenlange Sitzen in der kalten Eishalle und ließ den
Deutschlandpokal in Grimma für mich zu einem schönen Wettbewerbserlebnis werden.
Birgit Aust

von re nach li: Miggi, Bilge, Birgit, Regina, Edmondo, Katharina
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